| 1865 |
wird der
erste Verein für Taubstumme unter Alexander Venus,
Direktor des K&K Taubstummeninstituts in Wien gegründet.
Der Verein erhält den Namen "Taubstummen Verein
in Wien", zählt 33 Mitglieder und war nur
Männern zugänglich. Ziel des Vereines: Taubstummen
Lehrlingen und Erwachsenen das soziale Elend zu lindern. |
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| 1868 |
führt
der Verein eine Krankenversicherung unter seinem Präses
N.S.Löw ein. Das Krankengeld beträgt in den
6 Wochen der Krankheit 3 Gulden 50 Kreuzer pro Woche,
in den folgenden Wochen die Hälfte. Über diese
Zeiträume hinaus wird der Kranke an den Armenfonds
des Vereines verwiesen. |
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| 1874 |
wird ein
Verein für taubstumme Frauen gegründet. |
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| 1875 |
ändert
der Taubstummen Verein in Wien seinen Namen auf Wiener
Taubstummen Unterstützungsverein. Die Generalversammlung
beschließt, ihre Hilfsleistungen auch auf zugewanderte
Taubstumme aus den Kronländern auszudehnen. Für
taubstumme Lehrlinge gibt es in den Wintermonaten jeden
Sonntag Heimstunden mit kostenloser Ausspeisung. Auch
übernimmt der Verein die Verwaltung der Kaiser-Franz-Joseph-Stiftung. |
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| 1876 |
erhält
der Verein erstmals eine jährliche Subvention von
der Stadt Wien in der Höhe von 50 Gulden. |
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| 1879 |
Taubstummen-Tag
in Wien. Der Wiener Taubstummen Unterstützungsverein
fungiert als Hausherr und ist Modell für neue Vereine
in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Der
Verein richtet an den Niederösterreischen Landtag
ein Schreiben, in welchem Schulzwang für alle taubstummen
Kinder gefordert wird. |
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| 1880 |
Am 30.
Juni fasst daraufhin der Niederösterreichische
Landtag den Beschluss, in Oberdöbling eine Taubstummenschule
zu errichten. |
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| 1890 |
baut der
Verein auf Grund der eingehenden Spenden und Stiftungen
sein Sozialwerk weiter aus; Dr. Simon Lauterstein, Sohn
von taubstummen Eltern, wird Vereinsarzt und betreut
mittelose Taubstumme kostenlos. |
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| 1914 |
legt der
Verein sein Vermögen aus patriotischen Gründen
als Kriegsanleihen an. |
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| 1918 |
Durch
den Krieg ist das gesamte Vereinsvermögen verloren
gegangen. Es können keine Unterstützungen
gewährt werden. Die soziale Gesetzgebung der neuen
Republik übernimmt die Unterstützungsaufgaben,
die der Verein bisher geleistet hat. Der Verein sucht
eine neue Linie. |
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| 1929 |
gründet
Stadtrat Prof. Julius Tandler den "Wiener Taubstummen-Fürsorgeverband,
WITAF".
Die neuen Aufgaben dieses Verbandes sind: Hilfeleistung
beim Verkehr mit Ämtern und BehÖrden, im Berufsleben
und Dolmetscharbeit. Der Verband ist zugleich die Verbindungsstelle
zum Magistrat der Stadt Wien, Behinderten-Fürsorge.
Der Taubstummen-Touristenklub "Edelweiß" stellt
allen Taubstummen und deren Kindern seine Edelweißhütte
in Gasteil, NÖ., zur Verfügung. Subventionen des
Bundesministerium für soziale Verwaltung
und der Gemeinde Wien ermÖglichen die soziale Arbeit
des WITAF. |
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| 1933 |
erhält
der WITAF von der Stadt Wien ein Heim im 5. Bezirk,
Laurenzgasse. |
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| 1934 |
Kaum ein
Taubstummer in Wien hat Arbeit. Man hilft den Arbeitslosen
noch, so gut es geht; mehr kann der WITAF nicht mehr
tun. |
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| 1938 |
Die Eingliederung
Österreichs in Hitler-Deutschland brachte die Liquidierung
des WITAF, des Wiener Taubstummen-Unterstützungsvereins
und des Taubstummen-Touristenklubs "Edelweiß"
und des Heimes mit sich. Die Edelweißhütte wird
beschlagnahmt, viele Taubstumme werden zwangssterilisiert
und kehren aus den KZ-Lagern nicht mehr zurück. |
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| 1945 |
Nach der
Befreiung Österreichs finden sich ehemalige Mitglieder
des alten Wiener Taubstummen-Unterstützungsvereins
"Edelweiß" und gehen an die Wiedergründung
des Vereines, der WITAF benannt wird, da der alte Vereinsname
nicht mehr entspricht und übergeben dem WITAF die
Edelweißhütte samt Grund. Vereinsobmann ist Rudolf
Haydn. |
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| 1946 |
Einführung
eines Krankenbesuchsdienstes. |
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| 1959 |
Der WITAF
erhält von der Gemeinde Wien unter Vizebürgermeister
Stadtrat Honaj und Bezirksvorsteher Hladej für
den 2. Bezirk ein neues Heim im 2. Bezirk, Kleine Pfarrgasse
33. |
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| 1960 |
Der WITAF
setzt in Zusammenarbeit mit Taubstummen-Lehrern nach
12jähriger Arbeit den Führerschein für Taubstumme
in Österreich durch. |
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| 1965 |
feiert
der WITAF "100 Jahre Wiener Taubstummen-Fürsorge". |
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| 1966 |
Einführung
des Pensionistenklubs für Taubstumme von Stadtrat
Maria Jacobi. |
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| 1968 |
Auf Beschluss
des Gemeinderates wird für den Neubau des Erholungsheimes
Edelweißhütte in Gasteil ein Zuschuss von
S 500.000.- bewilligt; zur gleichen Zeit Abbruch des
morschen Hauses. |
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| 1971 |
Fernsehgebühren-Befreiung
für alle Taubstummen. |
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| 1978 |
Aufzugeinbau
im Wiener Taubstummenheim im Werte von S 1,200.000.-
von der Gemeinde Wien. Durchsetzung der Lohnsteuerbefreiung
auf 80 - 100%. |
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| 1979 |
Langjähriger
Taubstummendolmetsch Max Allina verstorben. 50 Jahre
WITAF, Ehrungen der letzten 27 Gründungsmitglieder. |
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| 1980 |
115 Jahre
Taubstumme helfen Taubstummen. Erstellung einer Festschrift. |
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| 1988 |
Jahreskarte für Wiener Verkehrsbetriebe
um 50% ermäßigt |
| seither scheint das Wort "TAUBE"
nicht mehr im AUVG auf |
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| 1990 |
eine weitere errungenschaft Begünstigungen
bei Bahnfahrten bei einer 70% Behinderung. |
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| 1996 |
Projekt
Arbeitsassistenz f. Wien und NÖ eingeführt und
Dipl.Sozialarbeiterin im WITAF angestellt |
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| 1999 |
Ambulanz
für gehörlose Menschen eröffnet |
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| 2000 |
wird
dass erste Gehörlosen-Internet Cafèhaus auf Initiative
von Gravogl Florian gegründet. Ein neues Medien-Zeitalter
beginnt, jeder kann gratis surfen.
2. Sozialarbeiterin wird angestellt Zweigstelle AASS
f. NÖ in St. Pölten wird eröffnet, (in Zusammenarbeit
mit dem Landesverband NÖ), Ambulanzzeit wird
auf 40 Std. erweitert.
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| 2001 |
Ausbau der Beratungsstellen:
: AASS Wien und Niederösterreich
: Technische Assistenz Wien und Niederösterreich
: Job Coaching
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| 2003 |
Ausbau der Angebote:
: Job Coaching
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| 2004 |
Am 15. März 2004 ist unser langjähriger Präses und Ehrenobmann Humbert Spitzer verstorben. Er hat an den Errungenschaften des WITAF maßgeblichen Anteil!
download Nachruf (.pdf / 73kB) 
Obmann Stv. Florian Gravogl ist Experte im Unterausschuss zur Anerkennung der Gebärdensprache im Parlament
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| 2005 |
Videothek wird auf Mediathek erweitert.
Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache in der Verfassung.
Das 140 jährige Bestandsjubiläum wird mit einer Abschlussgala im Festsaal des Wiener Rathauses begangen. 500 Mitglieder und Gäste sind beim feierlichen Festakt anwesend und genießen das Festprogramm.
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| 2006 |
Neues Angebot für Gehörlose, Projekt Clearing wird im Rahmen der Arbeitsassistenz im WITAF verankert.
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| 2007 |
Der WITAF feiert 10 Jahre Arbeitsassistenz, eine Initiative zur Arbeitsplatzerlangung bzw. Arbeitsplaterhaltung für Gehörlose.
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